Sektorkopplung

Technologien verbinden: Wärmepumpe, Power-to-Heat und BHKW

iKWK-Anlage der Gothaer Stadtwerke GmbH
iKWK-Anlage der Gothaer Stadtwerke GmbH

Sektorkopplung heißt: Strom und Wärme werden zusammen gedacht. Wir errichten Systeme, in denen Wärmepumpe, Power-to-Heat-Anlage und Blockheizkraftwerk gemeinsam geregelt werden und sich gegenseitig ergänzen. Auch einzelne Komponenten binden wir in bestehende oder neue Heizzentralen ein.

Für wen: Stadtwerke und Betreiber von Fern- und Nahwärmenetzen sowie Industriebetriebe mit eigenem Strom- und Wärmebedarf.

Wie die Komponenten zusammenspielen

  • Blockheizkraftwerk: erzeugt Strom und Wärme gleichzeitig, vor allem dann, wenn Strom knapp und teuer ist.
  • Wärmepumpe: nutzt Umweltwärme aus Luft, Fluss- oder Abwasser und deckt einen großen Teil des Wärmebedarfs.
  • Power-to-Heat: wandelt Strom direkt in Wärme um, wenn viel Wind- und Solarstrom im Netz ist und Strom günstig ist.
  • Wärmespeicher: puffert, damit die Anlagen unabhängig vom aktuellen Wärmebedarf laufen können.

Was das für Stadtwerke bringt

Eine gemeinsame Regelung entscheidet, welche Anlage gerade läuft, abhängig von Strompreis, Wärmebedarf und Netzsituation. So lassen sich fossile Brennstoffe teilweise ersetzen, Strompreisschwankungen wirtschaftlich nutzen und die Versorgung über mehrere Wärmeerzeuger absichern. Durch ihre Flexibilität können solche Systeme auf Schwankungen im Stromnetz reagieren und tragen so zur Netzstabilität bei.

Erfahrung aus iKWK-Projekten

Bis Ende 2025 wurden solche Verbundsysteme über die iKWK-Ausschreibungen nach dem KWKG gefördert. Wir haben repräsentative iKWK-Anlagen errichtet, unter anderem für die Gothaer Stadtwerke ENERGIE, die Stadtwerke Wittenberge und die Stadtwerke Gießen; in Dessau läuft derzeit der Bau eines weiteren Großprojektes. Diese Erfahrungen bringen wir in neue Projekte ein.

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